Kabel & Stromversorgung

Kabel und Strom gibt es von Audioquest, Cammino, Fisch Audio, Kubala-Sosna, Oyaide und WSS.

Cammino

Cammino LogoIm "Wall Street Journal" vom 14. August 2016 wird von einem japanischen Musikliebhaber, Morita-san, berichtet, der sich einen eigenen Strommast hat aufstellen lassen, um die Stromversorgung seiner High-End-Kette zu verbessern. Zur Begründung und Veranschaulichung fand er einen naheliegenden, doch selten gehörten und sehr treffenden Vergleich: "Electricity is like blood. If it is tainted, the whole body will get sick [...] No matter how expensive the audio equipment is, it will be no good if the blood is bad." (hier der Artikel)

Claudio Trevisanello würde dem sofort und unbedingt zustimmen. In Mestre, auf dem Festland gegenüber von Venedig, betreibt er seine Firma "Cammino" ("der Weg"). Claudio kommt aus der Luftverkehrstechnik, ist ausgewiesener Spezialist in Sachen Elektrik und Hochfrequenz-Elektronik und überzeugt davon, daß das schwächste Glied in jeder HiFi-Kette die Stromversorgung ist.

Sein Ansatz, dem Problem der Versorgung der Komponenten mit möglichst "reinem" Strom zu begegnen, widmet sich dem Magnetfeld, das jeden stromdurchflossenen Leiter umgibt. Eine Beeinflussung dieses Magnetfeldes wirkt zurück auf den Stromfluß und kann ihn klanglich positiv beeinflussen, nämlich die Störungen darin eliminieren, den Strom filtern und von fremden Mitbringseln "reinigen". Und dies in einem vollständig passiven Design. Cammino Harmonizer FrontBildhaft vergleicht er sein Vorgehen mit dem "Stimmen" eines Instruments, nur ein wohlgestimmtes Instrument könne das Musikstück authentisch und gleichzeitig angenehm-wohltuend darbieten. Neben diesem "Harmonisieren" arbeitet Claudios Flaggschiff, der PowerHarmonizer H 3.1, auch als effektiver Filter für Störungen aus dem Stromnetz inklusive der von den angeschlossenen Geräten zurückgespeisten Störanteilen.

Der PowerHarmonizer ein kleiner schwarzer Kasten aus antimagnetischem und antistatischem Keramik von ziemlich genau DIN-A-4-Größe, mit 5 kg recht schwer und massig, ausgestattet mit speziellen Entkopplungsfüßen ("Magic Dream"). Er weist drei analoge und einen digitalen Geräte-Stromanschluß auf und vollbringt - wenn die angeschlossenen Geräte korrekt ausgephast sind - wahre Glanzleistungen, ist für knapp 3.900 € (in der neuen Mk-II-Version) allerdings auch nicht preiswert.

Cammino Harmonizer BackEin Test des Cammino PowerHarmonizers an der eigenen Kette ist dringend zu empfehlen. Eine geradezu begeisterte Besprechung des PowerHarmonizers mit einer klaren Empfehlung, nämlich einem "Blue Moon Award", gab es im April 2013 von Marja und Henk bei "6moons" (hier). "Fairaudio" hat diesen Test ins Deutsche übersetzt (hier).

Doch nicht nur die Präzisionsinstrumente zur Herstellung einer hochreinen Stromversorgung, auch die Signal- und Lautsprecherkabel von Claudio sind in höchstem Maße beachtenswert. Sie sind - obwohl diese Bezeichnung sehr abgenutzt ist und daher zu vermeiden wäre - ein Geheimtip, vor allem in Anbetracht ihres Preis-/Leistungsverhältnisses. Kaum in den einschlägigen Print- und Onlinemagazinen beworben und daher wenig bekannt, warten sie auf Hörer, die ihren Ohren zu vertrauen wagen.

Zu Claudios Website geht es hier.

Fisch Audiotechnik

Logo FischJoachim Fisch entwickelt und baut im Berliner Bezirk Steglitz Stromleisten und Stromkabel, die nach Fertigungsqualität und Klangberuhigung mit zum Besten zählen.

Bei den "Performance"-Netzkabeln fallen die Filterelemente als erstes ins Auge. Sie bestehen aus speziellen Ferritwerkstoffen, die Netzstörungen schon bei niedrigen Frequenzen absorbieren und bis 1 GHz wirksam bleiben. Sie wandeln Störsignale in Wärme um und schließen Dynamikverluste aus. Die Abschirmung verhindert eine erneute Störung, eine Neueinstrahlung auf dem restlichen Leitungsstück, der sehr niedrige Innenwiderstand der spannungsführenden Leitungen läßt auch stromhungrige Leistungsverstärker gut versorgt sein. Insgesamt steigen Feindynamik, Durchzeichnung und Baßpräsenz spürbar. Die Kabel gibt es mit einem bis sieben Entstörgliedern, wobei das P 5 und das P 7 vor allem für CD-Spieler zu empfehlen sind.

Bei seinen Filterleisten setzt Joachim Fisch eine eigenentwickelte Filtertechnik ein. Beim Topprodukt "Reference Line" wirkt ein Hauptfilter für alle Steckdosen, unsichtbar für die Netzfrequenz werden hochfrequente Störanteile unterdrückt. Jeder Steckplatz ist darüber hinaus mit einem eigenen Zweitfilter ausgestattet, der eine "Rückverschmutzung" ausschließt.

Kubala-Sosna

Logo Kubala-SosnaIm Dauereinsatz im AUT-Studio sind die Kabel von Joe Kubala und Howard Sosna. In ihrer „RevolutionZ“-Serie bieten sie (mit aufsteigendem Preisschild) die Modelle „Fascination“, „Expression“, „Emotion“ und „Elation!“ an. Bereits die „Fascination“ offenbaren die klangliche Signatur der Kubala-Sosna-Kabel, die sich vollkommen unspektakulär in einer erst nach einer gewissen Zeit ganz erfahrenen Verbesserung des Detailreichtums und der Textur, der Feinzeichnung einzelner Instrumente und ihrer Beziehung aufeinander, der Tiefe und Ausdehnung des Raumes und nicht zuletzt der Dynamik des gesamten Klangkörpers ausdrückt. Diese Verbesserung ist zunächst nur schleichend zu erhören, macht sich aber insbesondere bei einer Rückverkabelung schlagend bemerkbar. Für eine eingehende Evaluierung der Kubala-Sosna sollten Sie unbedingt mehr Zeit einplanen. Und wenn Sie nicht größere Summen für Verkabelung ausgeben wollen, ist das Einstiegsmodell „Fascination“ bereits faszinierend genug (bei „Stereophile“ ist die Fascination eine „recommended component“, hier ein Review von „The Inner Ear“).

Auf zahlreichen internationalen Messen werden High-End-Ketten der höchsten Qualitäts- und Preiskategorien mit Kubala-Sosna-Kabeln verbunden; auf der CES 2015 z.B. Soulution und Magico oder Tenor und Hansen. Ein Hörtest ist zu empfehlen.

Oyaide

Logo OyaideGegründet wurde die Oyaide Electric Co. Ltd. bereits 1952. Sie hat Strom- und Signal-/Lautsprecherkabel im Angebot, verschiedenes Zubehör für diesen Bereich (Steckdosen, Stecker) ebenso wie für den Schallplattenbereich.

WSS

WSS LogoDie Historie der High-End-Kabel von WSS begann 1978. Konrad Wächter gab seinen Job als Leiter der Abteilung "Spezialkabel und Sonderleitungen" in einem Stuttgarter Kabelwerk auf und gründete in Filderstadt die Firma Kabel Wächter GmbH, die auf dem Gebiet industrieller Kabel erfolgreich war und bei flexiblen Spezialkabeln für den Werkzeugmaschinenbau eine marktführende Position in Deutschland erreichte.

1995 verkaufte er sein Unternehmen, um sich auf andere Aufgaben im sozialen Bereich zu konzentrieren, hielt es aber nicht lange ohne Kabel aus. Zunächst gründete er das Ingenieurbüro WSS, das 2002 in der WiSoSys GmbH aufging. Unter dem Markennamen "wire@sound systems" widmete sich Konrad Wächter wieder seinem Hobby: der Musik. Und entwickelte die Kabelserien SilverLine, GoldLine, PlatinLine und später die Surround/CineLine, die sich auszeichnen durch präzisen und neutralen Klang und beim Preis-/Leistungsverhältnis zu den besten Angeboten zählen, die es auf dem deutschen Markt gibt.